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WAS FOTOGRAFEN WISSEN MÜSSEN

in Einfach bessere Fotos 20.04.2012 18:51
von hannes • 35 Beiträge

Die Farben eines Motivs sind abhängig von der Farbtemperatur des Lichts, das eine Szene beleuchtet und von derObjektoberfläche, die bestimmte Wellenlängen reflektiert. In der analogen Fotografie kann die Farbwiedergabe einerseits durch die Wahl der Filmart - Tages- oder Kunstlichtfilm- beeinflusst werden, anderseits mithilfe von Filtern (sogenannte Konversionsfiltern zum Ausgleich von Farbstichen). Diese helfendabei, bestimmte Lichtfarben zu neutralisieren oder kreativ zu verstärken. In der Digitalfotografie ist es nicht nötig, verschiedene Filme oder Farbfilter einzusetzen, um farblich korrekte Fotos zu erhalten. Eine Technik , die in Videokameras schon länger eingesetzt wird, führt auch in der digitalen fotografie zur korrekten Farbwiedergabe: der Weißabgleich.
Mithilfe des Weißabgleichs erkennt die Kamera auf Wunsch automatisch, welche Farbtemperatur, angegeben in Kelvin, das gerade vorherrschende Licht hatund gleicht mögliche Farbstiche auf den Fotos noch vor der Speicherung der Bilddateien aus. Hierzu wird die Gewichtung der der Farbanteile (Rot,Grün, Blau) eines Digitalfotos von der Kamera verschoben. Der automatische Weißabgleich führt bei der überwiegenden Anzahl von Motive zu natürlichen Farben.Besonders gut klappt er, wenn weiße Motive im Bild sind und eine Lichtquelle vorhanden ist.

WEISSABGLEICH RICHTIG EINSTELLEN

Schnappschüsse lassen sich immer mit dem automatischen Weißabgleich machen. In Situationen, in denen es einaml exakt sein soll, ein einfarbiger Hintergrund die Kamera täuscht oder der automatische Weißabgleich nicht ausreichend funktioniert, weil mehrere Lichtquellen ein Szene beleuchten, können Sie auch eine der Weißabgleichvoreinstellungen beispielsweise für Kunstlicht, bewölkten Himmel oder Leuchtstoffröhren an der Kamera einstellen, sofern Ihr Kameramodell diese Einstellungsmöglichkeiten anbietet. Die Digitalkamera zeigt im Sucherbild oder auf dem Display nach einer Umstellung des Weißabgleichs sofort das farblich korrigierte Motiv. Stimmt die Farbe des neu eingestellten Weißabgleichs nicht, probieren Sie einen anderen aus.Führt keine der Voreinstellungen zu einem befriedigenden Ergebnis, bieten viele Kameras den manuellen Weißabgleich an. Dabei teilen Sie der Kamera durch ein Referenzfoto mit, welchen Farbstich eine weiße Fläche wie eine weiße Wand oder ein weißes Blatt Papier hat.

AUSWAHL EINES FESTGELEGTEN WEISSABGLEICHS

Die im Folgenden beschriebenen Schritte zur Auswahl eines festgelegten Weißabgleichs gelten prinzipiell für jede Digitalkamera. Hat Ihre Kamera einen elektronischen Sucher, können Sie die Einstellungen auch anhand eines Blicks in den Sucher kontrollieren, der die Ansicht zeigt. Zunächst wird das Menü für die Weißabgleichseinstellungen aufgeruffen. Bei den meisten Kameras lässt sich das Menü zum Verändern des Weißabgleichs ebenfalls über einen Schalter am Gehäuse aufrufen. Falls das nicht geht, rufen Sie über die Funktions- oder Menütaste das Hauptmenü der Kamera auf, in dem Sie die Weißabgleichseinstellungen finden. Wenn die Einstellung bei Ihnen über das Menü gesteuert wird, müssen Sie in der Regel zunächst das Menü komplett verlassen, bevor Sie eine Veränderung des Weißabgleichs sehen. Beim manuellen Weißabgleich, den nicht jede Digitalkamera unterstützt, wird zunächst die entsprechende Einstellung im Menü ausgewählt. Anschlißend wird die Kamera auf eine weiße Fläche (Blatt Papier, weiße Wand) gerichtet. Durch das Drücken des Auslösers erhält die Digitalkamera eine Referenz, anhand deren sie die nächsten Fotos ausgleichen kann. Bei manchen Kameras ist es nötig, zunächst die weiße Referenzfläche zu fotografieren und dann erst im Menü den manuellen Weißabgleich auszuwählen. Ob und wie der manuelle Weißabgleich mit Ihrer Kamera möglich ist, steht in Ihrem kamerahandbuch.


zuletzt bearbeitet 22.04.2012 12:11 | nach oben springen


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